Karriere im Handwerk

Schritt für Schritt die Karriereleiter rauf

"Wer Karriere machen will, der muss studieren" - diese weit verbreitete Meinung ist längst nicht mehr zeitgemäß. In Zeiten überfüllter Hörsäle und des Fachkräftemangels sind gut ausgebildete Handwerker nämlich gefragt wie nie.

Wenn du dich für eine Ausbildung in einem der 130 Handwerksberufe entscheidest, stehen dir alle Türen offen, denn es gibt hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten. Einen guten Überblick liefern diese beiden Broschüren:

Karriere im Handwerk - Zukunftsperspektiven für den Berufsstart (pdf, 3,6 MB)

Karriere mit Lehre - Infos für Abiturienten (pdf, 1,7 MB)


Zusatzqualifikation "Management im Handwerk"

Für Azubis mit Abitur und Fachhochschulreife wird in vielen Berufen parallel zum Berufsschulunterricht die Zusatzqualifikation "Management im Handwerk" angeboten. Neben Fremdsprachenunterricht mit beruflichem Bezug werden die Auszubildenden früh mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen und gängigen PC-Anwendungen vertraut gemacht. Die Zusatzqualifikation wird auf die Meisterprüfung angerechnet. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Am Ende der Zusatzausbildung winken drei Qualifikationen:

  • der Berufsabschluss
  • der Abschluss als Management-Assistent/in und
  • ein europaweit anerkanntes Sprachzertifikat.


Duale Studiengänge

Wer vor dem Studium schon mal ein Werkzeug in der Hand hatte, dem fällt es oft viel leichter, den theoretischen Lernstoff zu verstehen und im Kopf zu behalten. Mit dualen Studiengängen lässt sich ein Hochschulabschluss ideal mit einer integrierten Ausbildung oder intensiven Praxisphasen in einem Handwerksbetrieb verbinden. Vertiefende Informationen findest du hier: Duale Studiengänge

Beliebte Studiengänge sind unter anderem:

  • Maschinenbau
  • Holzbau/Projektmanagement
  • Elektrotechnik
  • Wirtschaftswissenschaften

Während andere beim Berufseinstieg der Praxisschock erwischt, weißt du schon, worauf es im Arbeitsalltag ankommt. Und wer später seinen eigenen Betrieb gründen will, der schafft mit einem dualen Studium im Handwerk eine ausgezeichnete Grundlage.


Zugangsberechtigung zum Studium durch berufliche Qualifikation

Über eine anerkannte berufliche Aufstiegsfortbildung wie z.B. zum Meister oder Fachwirt erhält man die Berechtigung zum Studium aller Fachrichtungen an allen Hochschulen. Eine fachgebundene Zugangsberechtigung zum Studium durch Bestehen einer Eignungsprüfung ist auch möglich, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung
  • in der Regel dreijährige, ebenfalls fachlich entsprechende Berufserfahrung (die Ausbildungszeiten werden dabei nicht angerechnet)


Auslandserfahrung – gibt es nicht nur im Studium!

Egal ob während oder nach der Ausbildung – speziell für Beschäftigte im Handwerk gibt es viele Programme, bei denen sie für einen bestimmten Zeitraum im Ausland arbeiten können. Angefangen bei der klassischen Walz bis hin zu Förderprogrammen wie dem Volterra-Projekt der Handwerkskammer oder Be Europe: Die Möglichkeiten sind vielfältig!

Du erwirbst schon zu einem frühen Zeitpunkt internationale Berufserfahrung und ist für die Zukunft bestens gerüstet.


Mit dem Meisterbrief zur Selbstständigkeit

Wer seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und den Gesellenbrief in der Tasche hat, kann erst einmal Berufserfahrung sammeln oder den nächsten Schritt wagen: Die Meisterprüfung ist für Gesellen im Handwerk oft der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Meisterinnen und Meister können selbst einen Betrieb führen und neue Azubis ausbilden.

Weitere Infos gibt es bei der Handwerkskammer: Alle Infos zum Meisterbrief

Die Entscheidung, ob man als leitender Angestellter arbeiten oder einen eigenen Betrieb gründen möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Und es ergibt sich eine weitere attraktive Option: Mit dem Meistertitel erhältst du die Allgemeine Hochschulreife, die zum Studium aller Fachrichtungen an allen Hochschulen berechtigt!


Zeit nehmen und die richtige Entscheidung treffen

Eine Ausbildung im Handwerk bietet dir also ausgezeichnete Karriereaussichten – doch bevor es losgeht, solltest du dir ausreichend Zeit dafür nehmen, den passenden Beruf zu finden. Die Videoclips auf azubiTV bieten dir dabei Hilfestellung: Hier stehen keine gecasteten Schauspieler vor der Kamera, sondern echte Azubis aus der Region Stuttgart. Noch tiefergehende Einblicke erhältst du bei einem Praktikum, das viele Handwerksbetriebe anbieten.


Mehr Infos: Ein Praktikum bietet Hilfestellung